Gelenkerhaltende Operationsverfahren bei Hallux valgus

Beim Hallux valgus handelt es sich um die häufigste Zehendeformation.
Der Großzeh steht in Richtung der kleinen Zehen und der Patient merkt es meist daran, dass der Schuh heftig drückt.
Neben den Schmerzen beim Abrollen führt der Hallux valgux mittel- bis langfristig zu einer Arthrose.
Gelenkerhaltende Operationsverfahren zielen darauf ab, den Hallux valgus zu korrigieren und das Gelenk in seiner Funktionalität zu erhalten.
Die korrigierende Umstellung des Großzehs erfolgt außerhalb des Gelenkes über eine Korrektur des Mittelfußknochens und ggf. des Großzehengrundgliedes.
Anschließend wird die knöcherne Umstellung stabil fixiert.
Dafür kommen Schrauben, Platten und Klammern aus gut verträglichem Titan zur Anwendung.
Je früher sich der Patient in Behandlung begibt und je geringer die zu korrigierende Fehlstellung ist, desto schonender und erfolgreicher verlaufen die Eingriffe.
Nach genauer präoperativer Planung an Hand der Röntgenbilder und gründlicher Besprechung werden die Fehlstellungen von Zehen operiert.
Besonders wichtig dabei ist, dass die operierte Zehe(n) nach der Operation Bodenkontakt haben und die Zehe(n) gut in der Korrekturstellung vernarben.
Deshalb wird für die ersten 3 Monate nach der Operation die konsequente Zügelung der operierten Zehe(n) empfohlen.
Bei Hallux valgus gibt es viele verschiedene Operationsverfahren.
Mit den folgenden Methoden in Kombination mit einem Weichteileingriff am Großzehengrundgelenk werden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt:
- Schede-Operation
- Chevron-Osteotomie
- Scarf-Osteotomie
- Basisnahe Umstellungsosteotomie des 1. Mittelfußknochens
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Arthrodese des Tarso-Metatarsophalangealgelenkes I (Lapidus-Operation)

